Inflation auf Allzeithoch

Die Inflation befindet sich in der Eurozone auf einem Höchststand

Vermögensschutz vor Inflation

Die Inflationsrate ist – seit der Einführung des Euros vor 20 Jahren – noch nie so hoch gewesen wie jetzt. In Deutschland betrug die Teuerungsrate im Januar 4,9% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Inflationsrate in der Eurozone lag im gleichen Zeitraum bei 5,1%. Allerdings stellt sich die Situation innerhalb der Mitgliedstaaten der Währungsgemeinschaft höchst heterogen da. Während Malta mit 2,6% nahe am Zielkorridor der EZB liegt (= 2,0%), stellt sich die Teuerungsrate in Estland mit 12% auf einem extrem gefährlich hohen Niveau ein. Dies zeigt auch das Dilemma der EZB, da deren Zinspolitik für alle Euroländer gleichermaßen greift.

Zinserhöhungen sind ein guter Weg, um die Inflation nach unten zu drücken. Weil damit Kredite teurer werden neigen Unternehmen dazu, Investitionen zurückzustellen, was für ein geringeres Wachstum der Preise sorgt. Nur die Anwendung dieses Mittels ist der EZB fast nicht möglich. Das Problem sind die extrem hohen Verschuldungen mancher Euro-Mitgliedstaaten. Bei der Einführung der Gemeinschaftswährung wurde festgelegt, dass sich kein Staat zu mehr als 60% seines Bruttoinlandsprodukt verschulden darf. Selbst Deutschland mit bislang meist solider Fiskalpolitik weist eine Schuldenquote von 69,7% aus. Ganz zu schweigen von Griechenland (207,2%), Italien (156,3%) und Portugal (135,4%).

Eine – auf Basis der Inflationsrate – angemessene Leitzinssatzsatzerhöhung würde die Ausgaben dieser Staaten auf ein solch hohes Niveau treiben, dass diese sehr wahrscheinlich nicht mehr in der Lage sein würden, Zinsen und Tilgungen zu bedienen. Die Griechenlandkrise 2010 zeigte eindrucksvoll auf, wie schwierig es ist, einen solchen Kollaps abzuwenden. Dazu sei angemerkt, dass die griechische Volkswirtschaft nur einen Bruchteil derer Italiens ausmacht. Nicht auszumalen wäre die Kettenreaktion, die auch Länder wie Spanien, Frankreich oder Belgien betreffen könnte. Experten gehen daher davon aus, dass die EZB ein bis zwei kleine Zinsanhebungen in 2022 vornehmen wird.

Anders stellt sich das Bild in den USA dar: zwar lag die Inflationsrate dort zuletzt mit 7,5% deutlich über dem Euro-Niveau. Dafür kann sich die amerikanische FED jedoch ganz auf den Binnenmarkt konzentrieren und die Interessen anderer Länder außer acht lassen. Experten gehen daher davon aus, dass in diesem Jahr bis zu vier Schritten an Zinsanhebungen erfolgen werden.


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Hintergrund für die hohe Teuerungsrate

Die Gründe für den Anstieg der Inflation sind vielfältig:

  • Handel und Dienstleister haben in ihren Preisen einen „Corona-Aufschlag“ eingepreist, um entgangene Umsätze und höhere Kosten teilweise zu kompensieren.
  • Anstieg von Nahrungs- und Energiepreisen. Gerade letztere dürfte weiter steigen, um die Maßnahmen gegen den Klimawandel zu finanzieren.
  • Massive Ausweitung der EZB-Bilanz (+ 82% in zwei Jahren), worüber das Anleihenaufkaufprogramm finanziert wurden. Damit wurden bzw. werden die Zinsen von Staats-, aber auch Unternehmensanleihen, künstlich niedrig gehalten.
  • Personal- und Lohn-/Preis-Spirale

Zukünftig werden auch noch Effekte aus dem demographischen Wandel einfließen. Es ist daher davon auszugehen, dass die Inflation in diesem Jahr wahrscheinlich auf dem gleichen Niveau verbleibt und in den nächsten Jahren ebenfalls noch über dem EZB-Zielkorridor von 2% liegen wird.


Kostenfreier Online-Vortrag „Vermögensschutz vor Inflation“: am 17.02.2022 von 19.00 bis 20.00 Uhr. Ich freue mich auf Ihre Teilnahme. Melden Sie sich hier an.


Auswirkungen der Inflation

Inflation ist Wertvernichtung. Welch gravierende Ausmaße die Minderung der Kaufkraft über mehrere Jahre annehmen kann, zeigt diese Tabelle:

Inflations-rate 1% 2% 3% 4% 5% 7,50% 10%
1 Jahr -100 -200 -300 -400 -500 -750 -1.000
2 Jahre -199 -396 -591 -784 -975 -1.444 -1.900
5 Jahre -490 -961 -1.413 -1.846 -2.262 -3.228 -4.095
10 Jahre -956 -1.829 -2.626 -3.352 -4.013 -5.414 -6.513
20 Jahre -1.821 -3.324 -4.562 -5.580 -6.415 -7.897 -8.784

Neben der Inflation ist in Deutschland noch zu beachten, dass mittlerweile sehr viele Banken ihren Kunden Negativzinsen berechnen, die zusätzlich das Vermögen auffressen.

Neben dem Kaufkraftverlust sind auch noch folgende Effekte vorstellbar:

  • Steigende Zinsen (wenn auch in der Eurozone nur moderat zu erwarten) sorgen für fallende Kurse von Anleihen
  • In den USA (wo die Zinsen stärker steigen sollten) wechseln Anleger von Aktien zu Anleihen, da hier (nach den Zinserhöhungen) angemessene Renditen erzielt werden, bei geringerem Risiko als bei Aktien. Dies könnte die Aktienkurse belasten, wovon sich die europäischen Börsen nicht entziehen können

Es ist daher dringend ratsam, eine Strategie zum Schutz des eigenen Vermögens vor der hohen Inflationsrate zu entwickeln

Anleger sind gut beraten, Ihr Vermögen vor der Inflation zu schützen

Maßnahmen zum Vermögensschutz

Folgende Möglichkeiten sind vorstellbar, um der hohen Inflationsrate entgegen zu wirken:

  • Vermeidung von Anleihen(Fonds) mit langer Restlaufzeit
  • Tech-lastige Aktien tendenziell in Werte mit hoher Dividendenrendite tauschen
  • Beimischung von physischen Edelmetallen (insb. Gold)
  • Immobilien(Fonds) mit attraktiver Rendite beimischen
  • In Infrastruktur investieren

Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass Sachwerte klar im Vorteil gegenüber Geldwerten sind. Falls Sie sich weiter über Maßnahmen zum Schutz vor Inflation informieren möchten, lade ich Sie herzlich zu meinem Online-Vortrag am 17.02.2022 um 19.00 Uhr ein. Die Teilnahme ist kostenfrei, auf Wunsch erhalten Sie die Präsentationsunterlagen zugesandt. Dazu können Sie sich hier anmelden. Melden Sie sich auch gerne an, falls Sie an diesem Termin keine Zeit haben. Sie erhalten im Nachgang eine Link zur Aufzeichnung des Vortrags.

Jahresausblick 2022

Jahresausblick 2022

Im neuen Jahr sind viele finanzielle Herausforderungen zu erwarten.

Der Blick in die Zukunft

Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und 2022 wirft bereits seine Schatten voraus. Aus finanzieller Sicht wird bereits mit großer Spannung darauf geschaut. So wird die neue Bundesregierung zeitnah neue Maßnahmen umsetzen, auch die Themen Inflation sowie Negativzinsen werden dominierend bleiben. Heute stelle ich Ihnen vor, worauf Sie achten müssen um sich und Ihr Vermögen zu schützen, aber auch um Chancen zu nutzen. Am besten informieren Sie sich dazu auch in meinem Online-Vortrag am 16.12.2021 um 19.00 Uhr: „Ausblick 2022 – Finanzielle Chancen und Risiken“. Hier können Sie sich dazu anmelden.

Inflation auf Höchststand

Innerhalb der Eurozone verteuerten sich die Preise auf Jahresbasis um 4,9% – das ist der höchste Stand seit Einführung der Währungsunion. In Deutschland lag die Inflationsrate zuletzt gar bei 5,2%. Verantwortlich hierfür waren z.T. Einmaleffekte, aber auch zukünftig stehen Argumente für eine hohe Inflationsrate an (z.B. Energiewende, Demografischer Wandel, Verhandlungsmacht von Arbeitnehmern). Verbliebe die Inflationsrate in den nächsten zehn Jahren auf dem gleichen Niveau, würde dies die Halbierung der Kaufkraft Ihres Vermögens bedeuten. Grund genug, hier wirksame Gegenmaßnahmen zu treffen.

Zinsniveau weiterhin unten

Eine angemessene Reaktion der Notenbanken auf die deutlich erhöhte Inflation wäre eine Zinserhöhung. Die USA werden wohl bereits 2022 (ein Jahr früher als erwartet) dementsprechend handeln, schließlich befindet sich die dortige Teuerungsrate mit 6,2% auf einem 30-Jahres-Hoch. Die Europäische Zentralbank wird sich mit diesem Schritt ungleich schwerer tun, schließlich ist die Euro-Schuldenkrise (insb. In den Südstaaten) durch die Corona-Maßnahmen deutlich ausgeweitet worden. Wie hoch die Zinsen für Ihre Baufinanzierung aktuell sind, können Sie hier erfahren.

Negativzinsen belasten Anleger

Ungeachtet der hohen Inflationsrate weiten Banken für Privatanleger immer stärker Negativzinsen aus. Über 500 Banken verrechnen diese meist als „Verwahrentgelt“ verpackte Strafzinsen ihren Kunden. Gleichzeitig sinken die Freibeträge, z.T. auf EUR 10.000 oder EUR 25.000. Einige Banken belasten dabei sogar mehr als -0,5%; jenen Zinssatz, den sie selbst für einen Teil ihrer Einlagen bei der EZB bezahlen müssen. Dies bedeutet, neben der Inflation, einen weiteren Kaufkraftverlust ihres Vermögens. Wie Sie sich konkret vor Negativzinsen schützen können, stelle ich Ihnen übrigens in meinem Online-Vortrag am 20.01.2022 um 19.00 Uhr vor.


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Corona hält die Finanzmärkte in Atem

Auch Corona wird im nächsten Jahr ein dominierendes Thema an den Börsen bleiben. Wie fragil die Märkte sind, zeigte kürzlich der Einbruch um 6% binnen Wochenfrist beim DAX 40 auf die Nachrichten zur neuen Omikron-Variante. Corona hat die internationalen Lieferketten stark beeinflusst, manche Industriezweige erhalten kaum mehr die notwendigen Zulieferprodukte in angemessenem Zeitrahmen. Dies sorgt – auch hier – für eine Preisverteuerung, die sich negativ auf die Unternehmensgewinne und damit Aktienkurse auswirkt.

Energiewende

Nicht nur die neue Bundesregierung, auch die EU und andere bedeutende Staaten haben sich zum Ziel gesetzt Maßnahmen schnell voranzutreiben, um die Erderwärmung zu drosseln. Dies hat auch Auswirkungen auf Kapitalanleger: Immobilienbesitzer müssen sich auf mehr Ausgaben für energieeffiziente Maßnahmen einstellen. Hinzu kommen ohnehin höhere Energiepreise sowie die Auswirkungen der Grundsteuerreform. Aber auch Wertpapierinvestoren müssen sich die Frage stellen, ob sie künftig auf nachhaltige Finanzprodukte setzen, um so einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Neue Bundesregierung

So langsam zeichnet sich ab, welche finanziellen Auswirkungen die Maßnahmen der Ampel-Koalition haben werden. Der Klimaschutz kostet Geld, das wird sich auch für Kapitalanleger, gerade bei Immobilien, bemerkbar machen. Gespannt bin ich auch die neue Aktienrente, die von der FDP forciert wird. Auch der Steuerfreibetrag für Kapitalanlagen soll auf EUR 1.000 angehoben werden. Sorge bereitet mir die Diskussion um die Erhöhung der Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer. Wer über einen Vermögensübertrag zu Lebzeiten nachdenkt, sollte das daher nicht auf die lange Bank schieben.

Fazit

2022 wird spannend werden. Ob sich dies im positiven oder negativen Sinn auswirkt, bleibt offen. Auf jeden Fall besteht Handlungsbedarf. Ich lade Sie daher herzlich zu meinem kostenfreien Online-Vortrag „Jahresausblick 2022 – finanzielle Chancen und Risiken“ am 16.12.21 ein. Natürlich stehe ich Ihnen ebenfalls für ein vertrauliches Beratungsgespräch in meiner Finanzboutique zur Verfügung.

 

 

 

 

Frühjahrsputz für Ihre Finanzen

Frühjahrsputz Finanzen

Frühjahrsputz für Ihre Finanzen: Ordnung und Struktur schaffen

Hausfrauen und -männer nutzen den Frühjahrsanfang gerne für eine gründliche Reinigung von Haus und Wohnung. Dabei werden auch Dinge entsorgt, die nicht mehr benötigt werden. Unnötigen Ballast zu entfernen tut gut. Was das Zuhause wieder in neuem Glanz erstrahlen lässt, ist auch bei Bank- und Versicherungsprodukten sinnvoll: auch Ihre Finanzen freuen sich über den Frühjahrsputz. Oft häuft sich über Jahre hinweg ein Sammelsurium an verschiedenen Konten und Kreditkarten oder Geldanlageprodukten und an. Einiges davon wird womöglich gar nicht mehr benötigt und kostet nur Gebühren ohne Mehrwert zu bringen. Ich zeige Ihnen heute, wie Sie schnell und einfach bei Ihren Finanzen aufräumen und dabei auch Geld sparen können.

Veränderungen der persönlichen Situation?

Zu Beginn ist wichtig, ob sich ihre persönliche Situation verändert hat. Hierzu zählen z.B. Geburten, Änderungen in der Partnerschaft oder auch bei der Wohn- und Einkommenssituation. Ihre Finanzen sollten zu Ihrem individuellen Bedarf passen. Singles benötigen andere Versicherungen als Familien, wenn sich Ihr Einkommen erhöht hat können Sie auch Ihre Sparrate nach oben anpassen. All diese Punkte gehören zu einer strukturierten Finanzplanung.

Versicherungscheck

Selbst wenn sich Ihre Lebenssituation nicht verändert hat, sollten Sie Ihre Versicherungen regelmäßig überprüfen lassen, am besten von einem unabhängigen Experten. Er kann Ihnen aufzeigen, welche Produkte mittlerweile unnötig sind, aber auch, wo Risiken nicht ausreichend abgesichert sind. Ebenso zeigt Ihnen dieser Check auf, wo Sie günstigere Angebote oder mit besserem Leistungsumfang bekommen. Ich führe keine Versicherungsberatung durch, kann Ihnen aber gerne kompetente Experten empfehlen.

Geldanlagecheck

Das gleiche gilt auch für Ihre Geldanlagen. Ich finde in den Depots von Interessenten immer wieder Wertpapiere, an denen nur die Bank verdient, der Anleger aber kaum Chance auf Mehrwert hat. Dafür ist mein kostenfreier Depotcheck bestens geeignet. Außerdem sollte auch überprüft werden, ob der Risikograd noch Ihrem Anlegerprofil entspricht.

Im Laufe der Jahre sammeln sich auch verschiedene Sparbücher, Tages- und Festgeldkonten sowie andere verschiedene Depots an. Legen Sie diese nach Möglichkeit zusammen. Sie behalten so leichter den Überblick und sparen Gebühren.

Darlehen überprüfen

Konsumschulden sind nie gut – zahlen Sie sie so schnell wie möglich zurück. Vielleicht können Sie mittlerweile Sondertilgungen durchführen oder die Darlehensrate erhöhen, um es schnell zurückzahlen zu können.

Die Zinsen sind in den letzten Jahren sehr stark gesunken – vielleicht können Sie eine Baufinanzierung günstiger umschulden. Dazu können Sie meinen Zinscheck nutzen und aus einem Pool von über 400 Banken einfach und leicht prüfen, was das günstigste Angebot für Sie ist.

Unterlagen entsorgen

So mancher Bank- und Versicherungskunde archiviert über Jahrzehnte hinweg akribisch Kontoauszüge und andere Unterlagen. Vieles davon braucht unnötig Platz und ist längst überholt. Werfen Sie alte Dokumente weg, die nicht mehr benötigt werden. Empfehlenswert ist, Kontoauszüge drei Jahre aufzuheben, wer mag, kann auch noch ein paar Jahre weiter gehen. Über zehn Jahre macht jedoch keinen Sinn, im Zweifelsfall können Sie auch bei der Bank nachfragen.

Wichtig ist, dass Sie Geburts- und Heiratsurkunde, einen möglichen Scheidungsbeschluss oder auch Sozialversicherungsunterlagen (gilt auch für andere Rentenprodukte) dauerhaft aufbewahren. Das Testament, Sterbeurkunde oder auch ein Erbschein langfristig archiviert werden müssen, ist selbstverständlich.

Tipp: Nutzen Sie die Digitalisierung und speichern Sie Ihre Dokumente online. Ich habe vor einigen Jahren damit begonnen, meine alten Ordner auszumisten bzw. einzuscannen. Das hat ungemein Platz in meinen Schränken geschaffen. Bei Bedarf kann ich Unterlagen auch bequem ausdrucken.

Vergleich macht reich

Was für Banken und Versicherungen gilt, hört natürlich auch bei Handy-, Strom- oder Gasverträgen nicht auf. Vergleichen Sie auch hier auf den Portalen im Internet und prüfen Sie, ob es günstigere Alternativen zu Ihren bestehenden Verträgen gibt.

Notfallordner einrichten

Jedem kann einmal etwas passieren, so ein Unfall oder eine plötzliche schwere Krankheit. Eine solche Situation ist für Angehörige ohnehin extrem belastend. Wenn dann noch mühsam nach einer Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht gesucht werden muss versucht dies zusätzlichen Stress. Legen Sie deshalb alle wichtigen Unterlagen, die in einem Notfall benötigt werden, strukturiert in einem Ordner ab. Ich habe in meiner langjährigen Praxis einen Notfallordner entwickelt, der Sie hierbei unterstützen kann.

Freistellungsaufträge

Kapitalerträge sind steuerpflichtig. Der Staat möchte seinen Anteil davon haben und zwingt Banken dazu, die 25% Abgeltungsteuer abzuziehen. Alleinstehende haben jedoch einen jährlichen Freibetrag von EUR 801, bei Verheirateten sind dies EUR 1.602. Sie können dazu einen Freistellungsauftrag bis zu diesen Maximalbeträgen bei Ihrer Bank hinterlegen.

Oft wird der Freistellungsauftrag jedoch gar nicht und nicht in kompletter Höhe genutzt. Oder er ist bei Banken hinterlegt, wobei gar keine Zinsen anfallen. Bei anderen Konten und Depots wird aber – unnötigerweise – die Abgeltungsteuer abgezogen. Überprüfen Sie deshalb Ihre Freistellungsaufträge regelmäßig auf Aktualität.

Fremdwährungen

Haben Sie von Ihrem letzten Urlaub noch Devisen übrig? US Dollar, Thailändische Bath, Türkische Lira und Co. tauschen Sie am besten bei Ihrer Hausbank in Euro um. Außer Sie möchten zeitnah wieder dorthin verreisen.

Fazit

Aufräumen mag nicht jedermanns Lieblingsbeschäftigung sein. Der Erfolg ist jedoch schnell zu sehen. Sie haben einen besseren Überblick zu Ihren Finanzen, sparen womöglich Geld und sind besser strukturiert. In diesem Sinne: viel Spaß beim Frühjahrsputz von Ihren Finanzen. Falls Sie ihn nicht alleine machen wollen: ich unterstütze Sie gerne dabei, Ihre Finanzen optimal auszurichten.

Versicherungen im Ruhestand – was ist wirklich notwendig?

Versicherungen im Ruhestand – Sinn und Unsinn

Versicherungen im Ruhestand

Wer seine Versicherungen auch im Ruhestand regelmäßig überprüft, kann viel Geld sparen

Versicherungen sind für die meisten Menschen ein eher lästiges Thema, dabei können sie die Auswirkung von eingetretenen Schäden finanziell minimieren. Aus Sicht der Verbraucher kosten sie viel Geld und leisten im Bedarfsfall nichts oder nur wenig. Trotzdem schlummern viele Versicherungsverträge angestaubt in Aktenordnern vor sich hin und werden nie mehr überprüft. Was dringend notwendig wäre, denn manche im Erwerbsleben sinnvollen Absicherungen sind im Ruhestand nicht mehr (im bisherigen Ausmaß) notwendig. Andere Versicherungsverträge wiederum könnten bei einer anderen Gesellschaft deutlich günstiger abgeschlossen werden.

In Deutschland werden pro Jahr ungefähr 14,5 Milliarden Euro an Versicherungsprovisionen bezahlt. Pro Haushalt bedeutet das durchschnittlich rund EUR 350 bei knapp elf Versicherungsverträgen. Die Provisionen fallen nicht nur bei einem Produktabschluss an, sondern werden auch von den laufenden Beiträgen anteilig berechnet. Es gibt also Einiges an Einsparungspotential im Bereich der Versicherungen.

Nutzen Sie daher die Möglichkeit und überprüfen Sie Ihre Versicherungen regelmäßig auf den tatsächlichen Bedarf und ob es eine vergleichbare Leistung bei einem anderen Anbieter günstiger gibt. Sie sollten daher – ähnlich wie bei den Banken – darauf achten, dass ihr Berater Ihnen eine breite Produktpalette von verschiedenen Anbietern offerieren kann und nicht nur für eine oder wenige Gesellschaften tätig ist.

Doch welche Versicherungen sind im Ruhestand noch wirklich notwendig und welche können Sie getrost kündigen?


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Pflichtversicherungen

Diese Versicherungen sollten Sie in jedem Fall besitzen:

KfZ-Schaden

Wer ein Auto besitzt muss auch eine KfZ-Versicherung abschließen

KfZ-Versicherung

Sofern Sie ein Auto besitzen, muss dieses auch versichert sein. Hier lässt sich Geld sparen, wenn das KfZ schon etwas älter ist und daher von Vollkasko auf Teilkasko oder die reine KfZ-Haft- pflichtversicherung umgestellt wird.

Krankenversicherung

Auch Ruheständler müssen sich krankenversichern. Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung werden innerhalb der Krankenkasse Mitglied in der Krankenversicherung der Rent- ner. Der selbst zu zahlende Beitrag reduziert sich um 50%. Bei privat Krankenversicherten muss der bisherige Beitrag weiter- bezahlt werden. Im Gegensatz zu gesetzlich Versicherten reduziert sich der Beitrag nicht (im Zusammenhang mit den niedrigeren Renten-Einkommen ggü. dem Berufsleben).


Haben Sie Fragen zu diesem oder anderen Finanzthemen? Wir beraten Sie gerne und freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.


Notwendige Versicherungen im Ruhestand

In diese Kategorie fallen empfehlenswerte Versicherungsprodukte.

Haftpflicht

Die Haftpflichtversicherung sichert Sie finanziell ab, wenn Sie andere Menschen oder Gegenstände verletzen oder beschädigen. Beliebt sind Familienversicherungen, die alle in einem Haushalt lebenden Personen mitversichern. Sofern Ihre Kinder mittlerweile ausgezogen sind, lässt sich die Versicherungsprämie womöglich reduzieren, also ein Einzel- oder Partner- statt einem Familienvertrag. Umgekehrt ist es, wenn Sie im Ruhestand zu Ihren Kindern ziehen. Hier sollte geprüft werden, ob Sie sich in der Familienversicherung der Kinder mitversichern können und damit Geld sparen. Wichtig ist auch, die Versicherung in der notwendigen Höhe abzuschließen, 3 bzw. 5 Millionen Euro sind empfehlenswert. Überprüfen Sie auch immer wieder, ob alle notwendigen Bereiche mitversichert sind.

Hausrat

Diese Variante sichert Sie gegen Schäden von in Ihrer Wohnung oder Haus befindlichen Gegenständen oder auch Diebstahl ab. Sie macht daher auch im Ruhestand Sinn. Sie sollten Kaufverträge oder Kassenzettel sicher aufbewahren um im Ernstfall auch gegenüber der Versicherung belegen zu können, wie der Neupreis der zerstörten oder gestohlenen Gegenstände war. Beim Umzug in eine kleinere Wohnung reduziert sich zumeist der Hausrat, weshalb auch hier durch Anpassung der Versicherungssumme Geld gespart werden kann.

Wohngebäude

Als Immobilienbesitzer sollten Sie Ihr Haus ebenfalls absichern. Brände, Blitzschläge oder Wasserrohrbrüche können ansonsten große Schäden verursachen, die aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen. Zeigen Sie auch barrierefreie Umbau- ten oder umfangreiche Renovierungsmaßnahmen bei der Ver- sicherung an, um keine Unterversicherung zu riskieren. Im Schadensfall ersetzt die Versicherung ansonsten womöglich nicht den kompletten Schaden.


Sie möchten Ihre Versicherungen überprüfen lassen? Über renommierte Kooperationspartner lassen wir Ihnen gerne einen unverbindlichen Alternativvorschlag erstellen. Setzen Sie sich dazu einfach mit uns in Verbindung.


Optionale Versicherungen im Ruhestand

Diese Versicherungen sind in bestimmten Fällen empfehlenswert, müssen aber nicht unbedingt vorhanden sein.

Krankenzusatz-Versicherung

Eine Krankenzusatz-Versicherung ist im Ruhestand nicht mehr zwingend erforderlich

Krankenzusatz

Wer sich im Ruhestand für Chefarztbehandlung, Einzelzimmer im Krankenhaus oder umfassenden Zahnersatz sichern möchte, der sollte rechtzeitig eine Krankenzusatzversicherung abschließen. Ein Neuabschluss wird in der Rente sehr teuer sein und die Meisten daher abschrecken. Unsinnig ist die Komponente des Krankenhaustagegelds. Bei Berufstätigen kann dies Einkommenseinbußen mindern, die bei Rentnern und Pensionären jedoch nicht mehr vorkommen.

Pflegezusatzversicherung

Seit dem 01.01.2017 gilt in Deutschland eine neue Regelung zur Feststellung von Pflegenotwendigkeit. Zuvor wurden nur körperliche Beeinträchtigungen zur Beurteilung der Pflegebedürftig herangezogen, mittlerweile werden auch geistige oder psychische Beeinträchtigungen berücksichtigt. Aus den Bewertungen dieser Faktoren erfolgt die Einstufung in fünf verschiedene Pflegegrade, wovon die nachfolgenden Leistungen aus der Pflegeversicherung abhängen (alle Angaben in EUR):

PflegegradAmbulante GeldleistungAmbulante SachleistungAmbulanter (zweckgebundener) EntlastungsbetragVollstationärer Leistungsbetrag
1------125125
2316689125770
35451.2981251.262
47281.6121251.775
59011.9951252.005

Quelle: Bundesgesundheitsministerium (Stand 2017)

Nehmen Sie bei Bedarf Kontakt mit der Pflegekasse oder der privaten Krankenkasse auf. Wichtig ist, dass diese Leistungen rechtzeitig beantragt werden, eine rückwirkende Auszahlung ist nicht möglich. Die gesetzliche Pflegeversicherung kann als eine Art Teilkasko-Versicherung angesehen werden, den kompletten Aufwand deckt sie nicht ab. Die Versorgungslücke kann durchaus EUR 2.500 pro Monat betragen. Eine Pflegezusatzversicherung springt für diese Differenz ein (je nach Ausgestaltung auch nur teilweise!). Interessant ist diese Versicherung für folgende Personengruppen:

  • Sie möchten ein Stück weit absichern, damit Kinder nicht mit dem Elternunterhalt belastet werden.
  • Aber gerade auch, wer keine Angehörigen hat, die ihn pflegen könnten, sollte sich über eine Pflegezusatzversicherung Gedanken machen, da er im Pflegefall definitiv auf fremde Hilfe angewiesen sein wird.
  • Auch kinderlose Paare dürfen das Thema nicht einfach zur Seite schieben: wenn der Partner mit der höheren Rente ins Pflegeheim kommt, ist es für den anderen mit der ge- ringeren Rente oft nicht mehr möglich, die angemietete Immobilie zu halten.
  • Menschen, die den Wunsch haben, möglichst lange zu- hause wohnen zubleiben, sollte den Fokus besonders auf den ambulanten Bereich legen. Indem Sie es sich leisten können, umfassend zuhause gepflegt zu werden, wird der Umzug ins Heim zumindest aufgeschoben.
  • Wer nun meint, er pflege einen besonders gesunden Lebenswandel und hat daher nur ein geringes Pflegerisiko, sei gewarnt: im hohen Alter steigt der Anteil der Pflegebedürftigkeit stark an. Außerdem wurde womöglich aufgrund des hohen Alters mehr Geld aus der Altersvorsorge verbraucht, als bei einem Menschen, der bereits mit 70 Jahren zum Pflegefall wurde.

Es gibt vier Arten von zusätzlichen Pflegeversicherungen

Staatlich geförderte Pflegevorsorge:

Vorteilhaft ist, dass Versicherungsgesellschaften Kunden nicht wegen Vorerkran- kungen ablehnen dürfen. Die Versicherungen sind daher jedoch oft teurer, da die Gesellschaften automatisch einen Risikoaufschlag einkalkulieren. Auch wird die Versorgungslücke mit diesen Versicherungen oft nicht abgedeckt.

Pflegerentenversicherung

Sie ist mit einer Lebensversicherung vergleichbar. Sie hat etwas den Charakter einer Geldanlage, womit stabile Beiträge möglich sind. Die Beitragszahlungen können (vorübergehend) gesenkt werden, was jedoch später die Leistungen im Pflegefall reduzieren. Unabhängig von den tatsächlichen Kosten erhält der Versicherte eine nach Pflegegrad gestaffelte Rente, die steuerfrei ausbezahlt wird. Diese Produkte sind teurer als Pflegetagegeldversicherungen.

Pflegetagegeld

Es wird – abhängig vom Pflegegrad – Geld an den Versicherten ausbezahlt, das aber frei verwendet werden kann. Die Beiträge für die Versicherung müssen später weiterbezahlt werden! Dieses Produkt sollten daher nur Menschen abschließen, die sich auch später noch diese Aufwände leisten können. Falls die Versicherung aus Kostengründen gekündigt werden muss, entfällt der Versicherungsschutz!

Pflegekostenversicherung

Sie wiederum erstattet die tatsächlich angefallenen Kosten von häuslicher oder stationärer Pflege. Sie ist daher deutlich unflexibler als die Pflegerentenversicherung, deren Auszahlungen beliebig verwendet werden können. Anderseits werden die Kosten auch bei Preissteigerung (z.B. durch Inflation) automatisch beglichen.

Wer darüber nachdenkt, seinen Lebensabend im Ausland (insb. außerhalb der EU) zu verbringen, muss unbedingt klären, ob seine Versicherung auch in dem angedachten Wohnsitzland Leistungen erbringt. Schwierig ist die Frage zu beantworten, wann der richtige Zeitpunkt ist, um eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen. In jungen Jahren wird dieses unangenehme Thema meist auf später verschoben. Im Alter ist die Notwendigkeit einer solche Absicherung schon eher vorhanden, nur dann sind die Tarife nur noch teuer (mit entsprechenden Risikozuschlägen) und mit Gesundheitsprüfung abschließbar. Davon abgesehen kann auch ein junger Mensch, z.B. durch Unfall, zum Pflegefall werden.

Rechtschutz

Die Absicherung von rechtlichen Risiken ist überlegenswert. Auch dieser Vertrag sollte regelmäßig überprüft werden: Arbeitsrecht wird überflüssig, durch den Umzug vom eignen Haus in eine Mietwohnung kann der Mieterschutz sinnvoll werden.

Unfall-Versicherung

Unfall-Versicherungen sind im Ruhestand optional

Unfallversicherung

Im Erwerbsleben ist es wichtig, das Unfallrisiko abzusichern. Nach einer schweren Verletzung ist es evtl. nicht mehr (oder nur noch eingeschränkt) möglich, dem bisherigen Beruf nachzugehen. Dies ist mit entsprechenden Gehaltseinbußen verbunden, die durch die Unfallversicherung abgedeckt werden können. Dieses Risiko ist im Ruhestand nicht mehr gegeben.

Allerdings ist noch das Risiko vorhanden, dass Sie nach einem Unfall gehandicapt sind und daher ihr Haus barrierefrei umbauen müssen. Eine Unfallversicherung deckt diese mitunter sehr teuren Baumaßnahmen ab. Sie müssen abwägen, ob Sie entsprechende Risiken absichern möchten. Durch eine Reduzierung der Versicherungssumme lassen sich Beiträge sparen.

Risiko-Lebensversicherung

Dieses Produkt macht nur noch Sinn, sofern Schulden vorhanden sind, um die Familie im Todesfall abzusichern.


Erfahren Sie mehr über uns – lernen Sie die Finanzboutique kennen.


Überflüssige Versicherungen im Ruhestand

Diese Versicherungsprodukte können Sie kündigen – am besten sofort. Mit dem eingesparten Geld ist sicher ein schöner Restaurantbesuch, wenn nicht sogar ein kleiner Urlaub möglich.

Berufsunfähigkeit

Der Versicherungsvertrag läuft nicht zwangsläufig aus, wenn Sie in den Ruhestand gehen (z.B. gerade bei vorzeitigem Renteneintritt). Kündigen Sie die Versicherung daher rechtzeitig.

Sterbegeldversicherung

Eine Sterbegeld-Versicherung wird meistens von Menschen abgeschlossen, die ihre Angehörigen nicht mit ihren Bestattungskosten belasten wollen. Sie ist eigentlich eine kleine Kapitallebensversicherung. Gängige Versicherungssumme sind dabei z.B. EUR 7.500 oder EUR 5.000. Dieser Betrag wird nach dem Tod an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Dafür müssen Sie monatliche Beiträge leisten, wobei das meiste wird gar nicht ange- spart, sondern für Verwaltungs- und Vertriebskosten der Versicherungsgesellschaft verwendet wird.

Oftmals werden Sterbegeldversicherung erst in höherem Alter abgeschlossen, z.B. mit 65 Jahren und einer Laufzeit von 20 Jahren. Bei einer Versicherungssumme von EUR 5.000 werden jedoch über EUR 7.000 an Beiträgen einbezahlt. Besser wäre es, diese Beträge auf einem Tagesgeldkonto anzusparen. Selbst wenn dies gar nicht verzinst würde, bleibt mehr übrig. Die Erben können damit die geplanten Beerdigungskosten bezahlen und es bleiben noch über EUR 2.000 übrig.


 

Versicherungen sparen

Auch im Ruhestand sollten Sie regelmäßig überprüfen, ob Ihre Versicherungsverträge optimiert werden können.

Fazit

Sie sehen, bei Versicherungen besteht viel Optimierungspotential. Selbst wenn Sie für bestimmte Risiken weiterhin den Versicherungsschutz nutzen wollen sollten Sie Ihre Produkte regelmäßig überprüfen lassen. In den meisten Fällen gibt es gute Alternativen. Entweder können Sie die gleiche Leistung zu einem günstiger Preis beziehen. Oder Sie bezahlen zwar die selbe Versicherungsprämie wie bislang, erhalten dafür aber einen umfangreicheren Versicherungsschutz.

Bei Fragen zu diesen Themen sind wir gerne für Sie da. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Die Finanzboutique GmbH, Westendstraße 9, 87439 Kempten, Telefon: 0831 20691570

Haben Sie Fragen? Ich berate Sie gerne – nehmen Sie mit Kontakt mit mir auf.

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E-Mail: willkommen@florian-herfurth.de

Bild von Florian Herfurth 

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